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Stauden schneiden im Herbst

Garten & Pflanzen
Stauden schneiden im Herbst

Stauden schneiden im Herbst – Gartentipps für Ihr Staudenbeet

Sobald die letzten Sommertage vorübergegangen sind und der Herbst in der Luft liegt, juckt es vielen Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern in den Fingern, erste Vorkehrungen für die nächste Saison zu treffen. Dazu zählt auch das Zurückschneiden von Stauden.
Aber welche Stauden dürfen im Herbst zurückgeschnitten werden? Schließlich haben die verschiedenen Arten unterschiedliche Ansprüche. Wir erklären, welche Stauden von einem Rückschnitt im Herbst profitieren – und welche nicht.

Flammenblume weiß, Detailaufnahme
©Couleur/pixabay.com: Eine der beliebtesten Stauden mit herrlicher Blüte: die Flammenblume bzw. Phlox.

Diese Stauden freuen sich über einen Rückschnitt im Herbst

Unsere Top 4 Stauden, die in den Herbstmonaten zurückgeschnitten werden können, sind:

  • Ginster
  • Flammenblume
  • Sonnenhut
  • Stauden-Pfingstrose

Ginster (Genista)

Experten empfehlen, den Ginster jährlich zurückzuschneiden, um das Blütenwachstum anzuregen. Beim Ginster unterscheidet man zwischen Frühjahrsblühern und Sommerblühern. Ginster, der im Frühjahr blüht, sollten Sie im Herbst zurückschneiden. Alternativ können Sie auch noch im Frühjahr zur Schere greifen. Wichtig ist, dass der Rückschnitt während der Vegetationsphase erfolgt. Der Ginster als Sommerblüher wird erst im frühen Frühling zurückgeschnitten.

Flammenblume/Phlox (Phlox paniculata)

Früh blühende Phlox können Sie im Herbst zurückschneiden, sobald die Pflanzen abgeblüht sind. Die Samen können Sie vorab absammeln und locker im Beet streuen, wenn Sie sich im nächsten Jahr über weitere Flammenblumen im Staudenbeet freuen wollen. Anschließend greifen Sie zur Schere und kürzen den Phlox etwa eine gute Handbreit über dem Boden ein.

Sonnenhut (Echinacea)

Früh blühende Phlox können Sie im Herbst zurückschneiden, sobald die Pflanzen abgeblüht sind. Die Samen können Sie vorab absammeln und locker im Beet streuen, wenn Sie sich im nächsten Jahr über weitere Flammenblumen im Staudenbeet freuen wollen. Anschließend greifen Sie zur Schere und kürzen den Phlox etwa eine gute Handbreit über dem Boden ein.

Pfingstrosen (Paeonia officinalis)

Bei Pfingstrosen unterscheidet man zwischen Strauch-Pfingstrosen (Paeonia suffruticosa) und Stauden-Pfingstrosen (Paeonia officinalis). Während die Strauch Variante verholzte, buschartige Äste bildet, treibt die Staudenart jedes Jahr neu aus der Erde aus. Letztere profitiert von einem Rückschnitt bis etwa Mitte November. Greifen Sie vor dem ersten Frost zur Schere und schneiden Sie Ihre Stauden-Pfingstrose großzügig zurück – wenige Zentimeter über dem Boden sind ideal. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, eine Pflanzenstütze für Ihre Pfingstrose zu setzen. So kann sie im nächsten Jahr in die Pflanzkrone hineinwachsen.

ELEO Pflanzenstütze Grosetto, unbeschichtet, mit Pfingstrosen
©ELEO Garten: Eignet sich wunderbar für Pfingstrosen: Die ELEO Pflanzenstütze Grosetto aus stabilem Metall. 

Stützen Sie Ihre Stauden richtig – mit Rankobelisken und Pflanzenstützen

Für ein optimales und reiches Wachstum in der nächsten Saison freuen sich Ihre Stauden über Unterstützung – und zwar in Form von Pflanzenstützen und Rankobelisken. ELEO Garten bietet Ihnen eine große Auswahl an stabilen, dekorativen und wetterfesten Pflanzenstützen. So eignet sich beispielsweise die Pflanzenstütze Grosetto mit ihrer klassischen Korbform wunderbar für Pfingstrosen. Der große Rankobelisk Catania hält hingegen ausladend wachsende Stauden wie Ginster optimal in Form.

ELEO Rankobelisken Catania, feuerverzinkt, im Garten
©ELEO Garten: Der ELEO Rankobelisk Catania hält ausladende Stauden stilvoll im Zaum. Erhältlich in zwei Größen.
Bergenie, lila Blüte, Detailaufnahme©Onkel Ramirez/pixabay.com: Die Bergenie zeigt sich im Herbst mit schönen, rötlichen Blättern und sollte nicht zurückgeschnitten werden.

Diese Stauden im Herbst besser nicht zurückschneiden

Manche Stauden sollten Sie im Herbst nicht zurückschneiden, da ein Rückschnitt kontraproduktiv wäre. Dazu zählt Lavendel – auch wenn dieser keine Staude im klassischen Sinne, sondern ein Halbstrauch ist. Einige Staudengewächse sind zudem auch noch im Winter hübsch anzusehen und eine Zierde für Ihren Garten in der grauen Jahreszeit.

Lavendel (Lavandula angustifolia):

Lavendel wird nicht im Herbst zurückgeschnitten, sondern noch während der Sommermonate. Sobald die Blüte welkt – Ende Juli oder Anfang August – werden die Triebe abgeschnitten. Wichtig ist, dass Sie die Schere nicht zu tief ansetzen. Ideal ist ein Rückschnitt um ein Drittel. Ein beherzterer Rückschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr, damit die Pflanze im Frühling wieder kräftig austreiben kann.

Golderdbeere (Waldsteinia fragarioides):

Die Golderdbeere ist ein pflegearmer und prächtiger Bodendecker. Ein Rückschnitt macht nur dann Sinn, wenn sich die Staude zu sehr ausbreitet. Zurückschneiden sollten Sie die Golderdbeere aber erst im Frühjahr. Dadurch begünstigen Sie ein blütenreiches Wachstum im Frühling und Sommer.

Bergenie (Bergenia):

Die immergrüne Bergenie verfärbt sich im Winter rötlich und ist ein schöner Hingucker im sonst kargen Staudenbeet. Warten Sie daher mit dem Schnitt von verwelkten Blättern bis zum Frühjahr und erfreuen Sie sich so lange wie möglich an der imposanten Staude, die eigentlich keines wirklichen Rückschnitts bedarf.

Fetthenne (Sedum):

Ihre volle Pracht zeigen viele Arten der Fetthenne erst im Herbst, wenn sie in Rot, Gelb oder Weiß erblühen. Erfreuen Sie sich daher am Anblick der winterharten Staude und warten Sie mit dem Zurückschneiden bis zum Frühjahr. Dann können Sie kahle und verholzte Triebe dicht über der Erde zurückschneiden.


Häufig gestellte Fragen zum Staudenrückschnitt im Herbst

Sollte man Stauden vor dem Winter überhaupt zurückschneiden?

Grundsätzlich gilt: Ein Rückschnitt im Herbst kann manchen Stauden (siehe oben) beim Wachstum helfen, damit sie in der nächsten Saison wieder vital austreiben. Zwingend notwendig ist ein Zurückschneiden in den Herbstmonaten aber nicht. Der Hauptrückschnitt erfolgt bei fast allen Stauden im Frühjahr. Wichtig ist, dass Sie die Schere vor bzw. nach den Nachtfrösten (in der Regel vor November und nach März) ansetzen.

Der passende Zeitpunkt: Stauden im Frühjahr oder Herbst teilen?

Stauden, die im Frühjahr und Frühsommer blühen, können Sie gut im Herbst teilen. Da die Pflanzen im Frühjahr ihre Kräfte für die Blüte benötigen, haben sie in den noch milden Herbstmonaten genug Zeit, um zu wurzeln. Hingegen sollten Sie Stauden, die im Sommer und Herbst blühen, erst im Frühjahr teilen.

Was mache ich mit den verblühten Stauden?

Sobald Ihre Stauden verblüht sind, können Sie einen vorsichtigen Rückschnitt wagen, indem Sie faulende Blätter und abgestorbene Triebe entfernen – der Schnitt dient hier eher der Optik. Manche Stauden wie die Pfingstrose (siehe oben) können Sie auch beherzter zurückschneiden. Ansonsten gilt: Das welke Laub dient den Pflanzen als natürlicher Schutz vor Kälte und Frost im Winter.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Ratgeber zum Thema schnelle Herbstdeko im Garten. Hier zeigen wir Ihnen schöne DIY-Ideen und Inspirationen, um Ihren Garten im Herbst in Szene zu setzen.

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